Venenleiden

Hier erklären wir Ihnen die Entstehung, die Ursachen und die Symptome von Venenleiden.

 

So entsteht ein Venenleiden.

Venenleiden sind eine Volkskrankheit. Die Ursachen für Erkrankungen der Venen sind vielfältig. Das Spektrum reicht von vererbter oder altersbedingter Bindegewebsschwäche über Veränderungen im Hormonhaushalt (z. B. Pille, Schwangerschaft, Wechseljahre) und Übergewicht bis hin zu beengender Kleidung, Alkohol, Rauchen, Bewegungsmangel oder intensiver Sonneneinstrahlung.

Der Grund jedoch, warum wir Menschen überhaupt so anfällig für Venenleiden sind, liegt weit in der Evolution zurück. Was für die Entwicklung der Menschheit von entscheidender Bedeutung war, sollte für unser Venensystem ein entscheidender Nachteil werden: der aufrechte Gang. Jeden Tag müssen seither etwa 7000 Liter Blut entgegen der Schwerkraft von den Füßen zum Herzen gepumpt werden.

Damit die Venenfunktion uneingeschränkt läuft, greifen komplexe Mechanismen ineinander. Ist eines der Triebwerke gestört, kann es zu erheblichen Problemen kommen. So führt etwa der Bewegungsmangel in typischen Bürojobs dazu, dass die Wadenmuskulatur nur wenig aktiviert wird und so die für den Blutrücktransport so wichtige Wadenmuskel-Pumpe an Antriebskraft verliert. Wird das Blut nur verzögert zurück zum Herzen transportiert, äußert sich dies zunächst durch schwere und geschwollene Beine und kann auf verschiedenste Krankheitsbilder hinweisen.

 

Diese Faktoren begünstigen die Entstehung von Krampfadern:

  • Beeinträchtigung des Blutflusses z. B. durch Bewegungsmangel oder enge Kleidung.
  • Erschlaffte Venenwände z. B. durch Alkohol, übermäßige Wärme (Sauna, Solarium, heisse Bäder etc.) oder hormonelle Veränderungen (z. B. Pille, Schwangerschaft, Wechseljahre).
  • Beeinträchtigung der Wadenmuskel-Pumpe z. B. durch hohe Absätze und Bewegungsmangel.

Zudem gibt es unbeeinflussbare Risikofaktoren wie z.B. Alter, Geschlecht und erbliche Veranlagung.

 

Homonelle Veränderungen im Körper können negativen Einfluss auf die Venen haben.Homonelle Veränderungen im Körper können negativen Einfluss auf die Venen haben.

Warum es nicht mehr richtig läuft

Bei einer gesunden Vene verläuft der Bluttransport in Richtung Herz und Lunge (Bild 1). Bei jeder Muskelbewegung wird Blut durch die Venenklappen in die nächste Kammer der Vene transportiert. Der Rückfluss wird durch das Schließen der Klappen, die wie Rückschlagventile wirken, verhindert. Sind die Venenwände ausgedehnt, verkrümmt oder aus der Form geraten, z. B. bei Krampfadern (Bild 2), können die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Das Blut fließt zurück und staut sich in den Venen.

Das Gesamtbild der damit einhergehenden Beschwerden und Veränderungen wird als Varikose bezeichnet.

 

Formen von Venenleiden.

Es gibt verschiedene Ausprägungen von Venenleiden, wobei sie meist alle mit den typischen Beschwerden beginnen: Schwere- und Spannungsgefühl in den Beinen begleitet von nächtlichen Wadenkrämpfen und geschwollenen Unterschenkeln. Abgesehen von diesen Symptomen sind die Venenprobleme anfänglich meist noch unsichtbar.

Dennoch sollten diese Beschwerden nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Was genau sich hinter den einzelnen Krankheitsbildern – von Krampfadern bis hin zur – verbirgt, erfahren Sie im Folgenden.

 

  • Gesunde Vene.
  • Kranke Vene.

Varizen: Besenreiser und Krampfadern.

Die sogenannten Krampfadern (med.: Varizen) treten überwiegend im oberflächlichen Venensystem auf und zeichnen sich sichtbar als geschlängelte und unebene Venen im Unterhautfettgewebe ab. Sie entstehen, wenn die Venenklappen nicht mehr richtig schließen. Somit kann das Blut nicht schnell genug weiter transportiert werden und sackt immer wieder zurück. Gerade im Sitzen oder Stehen ist es so kaum möglich das Blut entgegen der Schwerkraft aus den Beinen zurück zum Herzen zu transportieren. Stattdessen staut sich das Blut in den Venen.

Ohne die richtige Behandlung können Krampfadern schwere Folgeerkrankungen, wie Venenentzündungen, chronisch venöse Insuffizienz und Gefäßverschlüsse nach sich ziehen. Frühzeitig erkannt und konsequent behandelt, können bestehende Beschwerden jedoch gelindert und die Patienten vor schweren Folgeschäden geschützt werden.

Im Gegensatz zu den oft stark ausgeprägten Krampfadern sind die sogenannten Besenreiser kleine und sehr feine Äderchen, die an der Hautoberfläche sichtbar werden. Meist sind sie nur wenige Zentimeter lang, haben einen Durchmesser von gerade einmal einem Millimeter und sind sehr fein verzweigt. Oft handelt es sich um ein rein kosmetisches Problem. Besenreiser können aber auch erste Anzeichen für erweiterte Gefäße und Rückflussstörungen sein. Ein Besuch beim Arzt kann klären, ob schwerwiegendere Ursachen zugrunde liegen und wie man dagegen vorgehen kann.

 

gesunde beineEtwa 7000 Liter Blut müssen täglich entgegen der Schwerkraft zum Herzen gepumpt werden.

Venenentzündungen können chronisch werden!

Häufige Komplikation bei ausgeprägten Krampfaderleiden (med.: Varikose) sind Entzündungen der Venenwände, die durch den gestörten Blutfluss in den erkrankten und erweiterten Venen auftreten können. Als Folge der Entzündung können sich zudem Blutgerinnsel (med.: Thromben) bilden. Man kann die entzündeten Stellen sogar sehen und fühlen, da sie verhärtet und gerötet sind sowie eine übermäßige Wärme ausstrahlen und stark schmerzen. Eine Venenentzündung (med.: Phlebitis) sollte umgehend behandelt werden, da sie sich ansonsten zu einer chronischen Venenerkrankung (med.: chronisch venöse Insuffizienz) bis hin zum „offenen Bein“ (med.: Ulcus cruis) entwickeln kann.

Bei einem offenen Bein (med.: Ulcus cruis) handelt es sich, wie der Name schon erahnen lässt, um eine offene Wunde am Bein. Durch die Blutstauung werden nicht mehr alle Zellen richtig versorgt, das betroffene Gewebe stirbt dadurch nach und nach ab und es entstehen offene und schwer heilende Wunden. Damit es nicht soweit kommt, sollte ersten Anzeichen von Krampfadern auf jeden Fall nachgegangen werden.

Eine weitere mögliche Begleiterscheinung von Venenentzündungen ist die Thrombose. Hierbei löst sich ein Blutgerinnsel, das sich in der Vene bildet und den Blutfluss behindert. Dies kann zum Verschluss der Blutbahn durch einen Blutpfropf führen. Löst sich dieser Pfropf, besteht die Gefahr einer lebensgefährlichen Lungenembolie.

Wenn Sie vermuten oder feststellen, dass mit Ihren Venen etwas nicht in Ordnung ist, sollten Sie einen Facharzt (Phlebologen oder Gefäßchirurgen) aufsuchen. Heutzutage sind Venenleiden auf vielfältige Weise behandelbar. Welche Therapie dabei angewendet wird, hängt von der Schwere der Erkrankung und natürlich von der Einschätzung des Arztes ab.

 

Genießen Sie mehr Beinfreiheit!

Volkskrankheit Venen­leiden – über 20 Millionen Menschen sind allein in Deutschland betroffen. Besenreiser, Krampfadern, Thrombosen oder das so genannte offene Bein (Ulcus cruris) – Venen­krankheiten tauchen in vielfältigen und manchmal sogar lebensgefährlichen Formen auf. Aber es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten, um vor zubeugen, zu lindern und zu heilen – z. B. mit medizinischen Kompressionsstrümpfen.

Diese Möglichkeit möchten wir Ihnen in unserer Broschüre „Genießen Sie mehr Beinfreiheit“ vorstellen.

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