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Unterschied zwischen Kompression und Stütz?

Medizinische Kompressionsstrümpfe sind keine Stützstrümpfe. Worin die Unterschiede bestehen und wann Anti-Thrombosestrümpfe zum Einsatz kommen.

 

Kompressionsstrümpfe.

Die medizinischen Kompressionsstrümpfe werden in einem standardisierten Verfahren in vier verschiedenen Kompressionsklassen hergestellt, die sich durch den Druck am Bein in Ruhe voneinander unterscheiden.

Medizinische Kompressionsstrümpfe gelten als Basisbehandlung aller Erkrankungen des Venen- und Lymphgefäßsystems. Sie üben einen genau definierten Druck auf das Gewebe und die Gefäße aus. Zuvor erweiterte Venen werden auf ihren normalen Durchmesser zusammengepresst, noch nicht zerstörte Venenklappen schließen sich wieder und werden ihrer Funktion als Rückstauventil gerecht. Das Blut kann ungehindert zum Herzen zurückfließen und staut sich nicht mehr in den Beinen.

Medizinische Kompressionsstrümpfe entfalten ihre volle Wirkung am besten, wenn der Patient sich bewegt. So wird die Wadenmuskelpumpe aktiviert, die dafür sorgt, dass tiefere Beinvenen durch die umliegenden Muskeln zusammen- und das Blut so nach oben gedrückt wird.

Fünf Fakten zu medizinischen Kompressionsstrümpfen:

Medizinische Kompressionsstrümpfe

 

Stützstrümpfe.

Stützstrümpfe dürfen nicht mit medizinischen Kompressionsstrümpfen verwechselt werden. Sie werden auch als Reise- und Vitalstrümpfe bezeichnet und eignen sich ausschließlich für Venengesunde – zur Vorbeugung gegen schwere, müde Beine bei langem Stehen oder Sitzen. Empfehlenswert sind Stützstrümpfe für lange Reisen mit dem Auto, Zug oder Flugzeug, da sie aufgrund von Bewegungsmangel einer Reisethrombose entgegenwirken. Als vorbeugende Maßnahme werden diese Produkte nicht von den Krankenkassen bezahlt und können bei einer bestehenden Venenerkrankung einen Kompressionsstrumpf auch nicht ersetzen.

Stützstrümpfe sind wesentlich dünner und haben meist eine andere Materialzusammensetzung als ihre medizinischen Verwandten. Die Größenzuordnung der prophylaktischen Strümpfe richtet sich entweder nach Schuhgröße und Konfektionsgröße oder nach individuellen Maßpunkten. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen und Längen sowie mit den Materialien Mikrofaser, Aloe Vera und Baumwolle.

Fünf Fakten zu Stützstrümpfen:

  • dienen der Vorbeugung
  • Stützstrümpfe werden nicht nach RAL GZ 387/1 geprüft
  • Krankenkasse übernimmt keine Kosten
  • Serienprodukt
  • nur rundgestrickt

Vorbeugende Stützstrümpfe

 

    Was sind Anti-Thrombosestrümpfe?

    Zur Thromboseprophylaxe bei bettlägerigen Patienten werden keine medizinischen Kompressionsstrümpfe verwendet, da diese ihre volle Wirkung erst dann entfalten, wenn der Patient sich bewegt. Für aufrecht gehende und sitzende Patienten sind sie wegen des niedrigen Drucks und der Strickweise nicht geeignet. Diese Strümpfe werden in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bei liegenden und frisch operierten Patienten eingesetzt. Antithrombosestrümpfe sind daher keine Kompressionsstrümpfe.

    Anti-Thrombosestrümpfe werden aus Erkennungsgründen nur als weiße Schenkelstrümpfe mit offener Spitze oder einem Inspektionsloch unter dem Ballen gestrickt.

    Fünf Fakten zu Anti-Thrombosestrümpfen:

     

     

    Folgende Produkte sind medizinische Kompressionsstrümpfe:

     


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    Volkskrankheit Venen­leiden – über 20 Millionen Menschen sind allein in Deutschland betroffen.
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    Venen­krankheiten tauchen in vielfältigen und manchmal sogar lebensgefährlichen Formen auf.
    Aber es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten, um vor zubeugen, zu lindern und zu heilen – z. B. mit medizinischen Kompressionsstrümpfen.
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    Folgende Produkte sind vorbeugende Stütz- und Reisestrümpfe:

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