Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit Nr. 1 in Deutschland

Unsere Wirbelsäule hält uns aufrecht und stabilisiert den Oberkörper. Gleichzeitig muss sie jedoch so flexibel sein, dass wir uns beugen, strecken oder seitlich drehen können. Zahlreiche Bänder und Muskeln unterstützen uns hierbei und bilden ein wichtiges Gerüst – jedoch sind Rückenschmerzen mittlerweile in Deutschland zu einer Volkskrankheit geworden.

Ein Großteil der Deutschen leidet gelegentlich an Rückenschmerzen, ein geringerer Teil an chronischen Schmerzen. Meist entstehen diese durch dauerhafte Fehlhaltung oder -belastung. Neben Haltungsschäden und Muskelentzündungen ist der Bandscheibenvorfall eine sehr häufige Ursache für Schmerzen.

Rückenschmerzen sind keine Seltenheit.Rückenschmerzen sind keine Seltenheit.

Spezifische und unspezifische Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind nicht gleich Rückenschmerzen: Während rund 35 Mio. Arztbesuche pro Jahr wegen Rückenschmerzen getätigt werden, haben von all den Patienten gerade einmal 15 % spezifische Schmerzen. Diese sind auf eine Erkrankung der Wirbelsäule oder des Rückgrats zurückzuführen. Knochen und Gelenke können beschädigt sein und die Bewegung einschränken. Eine umfangreiche Untersuchung mittels CT (Computertomografie) oder MRT (Magnetresonanztomographie) kann Klarheit verschaffen. Je nach Befund entscheidet der behandelnde Arzt, welche Therapiemöglichkeiten – z. B. Physiotherapie und gelenkschonende Bewegungen wie Schwimmen oder Fahrrad fahren oder gar eine Operation – infrage kommen.

Die restlichen 85 % leiden an unspezifischen Rückenschmerzen, bedingt durch verspannte, verkürzte und überdehnte Muskeln oder verhärtete Faszien. Die ärztliche Untersuchung ergab dann, dass keine Schäden am Rückgrat, an Knochen oder Gelenken vorhanden sind. Diese unspezifischen Rückenschmerzen führen zwar zu kurzzeitigen Funktionsstörungen wie Taubheit oder Kribbeln, können aber effektiv behandelt werden.

 

Therapiemaßnahmen

 

 

Wo taucht der Schmerz im Rücken auf?

Spezifische wie auch unspezifische Rückenschmerzen kommen meist im unteren Rücken vor. Der Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) und des Beckens wird am stärksten belastet. Ob beim Gehen, Sitzen oder Bewegen – die zentrale Mitte trägt einen wesentlichen Beitrag dazu bei. Deshalb kommt es hier oft zu Muskelverspannungen, aber auch zu Bandscheibenvorfällen .

Gerade in den letzten zehn Jahren ist der Nacken und der obere Rücken durch die Smartphonenutzung zusätzlich gefährdet. Eine ungünstige Körperhaltung ist hier die Ursache für die Schmerzen. Auch ein falsch eingerichteter Arbeitsplatz verstärkt die Symptome der Halswirbelsäule. So strahlen Nackenschmerzen oft auch in den Hinterkopf aus – Kopfschmerzen sind keine seltene Begleiterscheinung.

Weniger häufig treten dagegen Schmerzen im mittleren Rücken auf. Auch hier können Muskeln überreizt oder verhärtet sein, was Schmerzen auf mittlerer Höhe der Wirbelsäule verursacht.

 

Behandlung von Rückenschmerzen

Gerade bei unspezifischen Rückenschmerzen empfiehlt es sich, körperliche Aktivitäten beizubehalten. Bettruhe und lange Ruhephasen können hier eher kontraproduktiv sein. Aktive Bewegung und vorbeugende Übungen der Bauch- und Rückenmuskulatur können die Schmerzen minimieren und sie häufig sogar ganz unterbinden. Bei einer verkürzten Muskulatur sind Dehnungsübungen eine sinnvolle Therapie. Lockernde Massagen, Wärmebehandlungen oder unterstützende Bandagen können zusätzlich die Symptome lindern.

 

Tipps für einen gesunden Rücken

Mit den folgenden, einfachen Tipps für den Alltag können Sie bereits sehr viel für die Gesundheit Ihres Rückens erreichen, um auch langfristig Schmerzen zu vermeiden.

  • Regelmäßige Bewegung: Gehen Sie täglich an die frische Luft. Mit anfänglich 15 Minuten legen Sie einen guten Grundstein für Ihr Wohlbefinden.
  • Der Klassiker: Nehmen Sie die Treppe, anstatt bequem mit dem Fahrstuhl zu fahren.
  • Tragen und Heben: Verteilen Sie Ihre Einkäufe möglichst auf zwei Taschen, um eine einseitige Belastung der Wirbelsäule zu vermeiden. Achten Sie möglichst darauf, beim Anheben schwerer Gegenstände in die Knie zu gehen und den Rücken gerade zu halten.
  • Trinken Sie genug: 1,5 Liter Flüssigkeit (Mineralwasser und/oder Fruchtsaftschorle) über den Tag werden empfohlen. Gesunder Nebeneffekt: der häufige Gang zur Toilette bringt Sie in Bewegung.
  • Der Sitz muss sitzen: Im Büroalltag ist eine entspannte Sitzhaltung von großer Bedeutung. Achten Sie auf eine ergonomische Arbeitshaltung mit einem richtig eingestellten Sitz.
  • Machen Sie mal (Sitz-)Pause: Wenn Sie eine überwiegend sitzende Tätigkeit ausüben, sollten Sie öfter ein paar Schritte gehen. Schütteln Sie Ihre Beine aus und kreisen Sie die Schultern, das lockert die Muskulatur.

 

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