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Versorgungsmöglichkeiten nach Brustkrebs

14.07.2022

Erfolgreiche Premiere des exklusiven Better-together-Seminars für den medizinischen Fachhandel

Gemeinsam mehr erreichen – das ist der Kerngedanke der neuen Better-together-Kooperation von Amoena und Ofa Bamberg. Das exklusive Fachhandels-Seminar drehte sich daher um dem ganzheitlichen Versorgungsansatz von brustkrebserkrankten Frauen. 
 

In der Heimatstadt von Ofa Bamberg begrüßten Michaela Lundius, Akademie-Leitung von Ofa Bamberg, und Claudia Horrer, Amoena-Akademie-Leitung, mehr als 20 Mitarbeiterinnen aus dem medizinischen Fachhandel, die bereits Erfahrung in der Versorgung von brustkrebserkrankten Frauen haben, den ganzheitlichen Versorgungsansatz aber nur stellenweise in der Praxis umsetzen. 
Dabei entwickeln etwa 30 % der brustkrebsoperierten Frauen nach der Behandlung ein Lymphödem. Daher sei nicht nur das Narbenmanagement nach der Operation immens wichtig, sondern auch der achtsame Umgang mit dem eigenen Körper, so Claudia Horrer. „Patientinnen frühzeitig aufzuklären und über die zahlreichen Therapiemöglichkeiten zu informieren, ist Ziel der Better together Kooperation, die allerdings im medizinischen Fachhandel mit Leben gefüllt werden muss“, so die Amoena-Akdemie-Leiterin weiter.

Neben den Themen wie „Psyche und Kommunikation“, „Rechtliche Grundlagen“ und „Tipps um die passende Versorgung“ war der Vortrag von Stefan Hemm ein Highlight am ersten Veranstaltungstag: Der Physiotherapeut und Geschäftsführer der Lymphologic Medizinische Weiterbildungs GmbH informierte die Teilnehmenden nicht nur über die medizinischen Grundlagen und den Aufbau des Lymphgefäßsystems, sondern er zeigte auch die Wichtigkeit der passgenauen und individuellen Behandlung eines Lymphödems anhand von Erfolgsbeispielen aus seiner Praxis. Ein wertvoller Tipp: „Häufig können wir schon ganz viel über die Atmung erreichen. Deshalb konzentriere ich mich bei meinen Patienten auch darauf, ihnen Atemübungen beizubringen.“

Leidensweg mit Teilnehmenden geteilt

Der zweite Seminartag fokussierte sich auf den Umgang und die Beratung. Denn um sich als kompetenter Ansprechpartner und Experte in der fachgerechten Versorgung einen Namen zu machen, bedarf es vor allem Echtheit, Empathie und Wertschätzung, lautete der Hinweis von Michaela Lundius. Deshalb stellte sie beispielsweise den neu entstandenen Zustandserhebungsbogen vor, der für das Erstgespräch zwischen Betroffenen und Fachhandels-Personal entwickelt wurde.

Besonders emotional wurde es anschließend mit den Patientengeschichten von Miriam Vogt und Katja Wagner. Beide waren nach Bamberg angereist, um den Teilnehmenden ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Während Katja Wagner mit den Folgen einer misslungenen Brustverkleinerung zu kämpfen hat, berichtete die 33-jährige Miriam Vogt von ihrem Leidensweg nach ihrer Brustkrebsdiagnose. Beide Frauen hatten im Anschluss an ihre Operationen ein Armlymphödem entwickelt. 
Nach den beiden Seminartagen waren sich alle einig: Die Aufklärung darf sich nicht nur auf betroffene Frauen konzentrieren – auch das Fachpersonal und die Versorgungskette müssen über die Behandlungs- und Versorgungsmöglichkeiten bestmöglich informiert werden. Ein erster Schritt: Amoena und Ofa Bamberg wiederholen das Exklusiv-Seminar Ende September. Dann wird der Amoena-Produktionsstandort Raubling Tagungsort sein. Anmeldungen können über den zuständigen Außendienst beider Unternehmen erfolgen.
 

Better together Exklusiv-Seminar
Michaela Lundius (links) und Claudia Horrer leiteten zwei Tage durch die Inhalte des Exklusiv-Seminars.