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Kompressionsstrümpfe

Für eine dauerhafte Kompressionsbehandlung werden speziell gefertigte Kompressionsstrümpfe eingesetzt. Diese dienen vor allem dazu, das bisher erzielte Therapieergebnis zu halten und Rückfällen vorzubeugen. Darüber hinaus wirken sie einer weiteren Verschlechterung des Venenleidens entgegen. Für eine erfolgreiche Behandlung werden die Strümpfe den Beinmaßen des Patienten optimal angepasst, weshalb die Beine im Sanitätshaus sorgfältig vermessen werden müssen.

Ein medizinisch korrekter Druckverlauf

Der Kompressionsstrumpf muss an das jeweilige Bein angepasst werden

Der Kompressionsdruck des Strumpfes wird dem jeweiligen Krankheitsbild angepasst und darf nicht überall am Bein gleich sein. In der Fesselgegend des Beines liegt der höchste Druck und nimmt dann nach oben hin ab. Unterhalb des Knies darf er nur noch siebzig Prozent, am Oberschenkel nur noch vierzig Prozent betragen. Damit ist gewährleistet, dass das Blut vom tiefsten Punkt des Beines nach oben geleitet wird.

Die Strümpfe gibt es in unterschiedlichen Größen und Längen. Dabei gilt: So lang wie nötig, so kurz wie möglich.
Medizinische Kompressionsstrümpfe werden in vier Kompressionsklassen eingeteilt, die sich durch die Intensität des Andrucks in Ruhe unterscheiden. Es obliegt dem Arzt je nach Befund darüber zu entscheiden, welche Kompressionsklasse und welche Strumpfart für die Behandlung benötigt werden. Je nach Indikation muss außerdem angegeben werden, ob der Patient rund – oder flachgestrickte Kompressionsstrümpfe benötigt.

Rund- oder flachgestrickte Kompressionsstrümpfe?

Für die Behandlung venöser Beinleiden werden Kompressionsstrümpfe überwiegend
im Rundstrickverfahren hergestellt, das auch in der herkömmlichen Strumpfproduktion bekannt ist. Lymphpatienten hingegen werden mit flachgestrickten Kompressionsstrümpfen behandelt.
Aber wo genau liegt der Unterschied?
Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe sind Strümpfe mit Naht. Sie üben anhand von robusten Materialien einen flächig konstanten Druck auf das Bein aus. Sie sind im Gegensatz zu undgestrickten
für die Behandlung größerer Umfänge geeignet und zeichnen sich durch einen perfekten Sitz aus.

Es wird „rund“ gestrickt

Im Herstellungsverfahren zeigen sich die beiden unterschiedlichen Varianten vor allem in der Verwendung spezieller Maschinen. Rundstrickmaschinen arbeiten mit einem Zylinder, der zwischen 300 und 520 Nadeln umfasst. Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe werden nahtlos von der Spitze bis zum Bund gestrickt. Die Nadelzahl bleibt hierbei über den ganzen Strumpf gleich, wohingegen sich die Maschengröße wie auch die Schussfadenspannung verändern. Abhängig von Maschine und Hersteller wird die unglaubliche Anzahl von über 3.000 Maschen pro Sekunde gestrickt. Dabei werden zum Beispiel in einem Oberschenkelstrumpf circa acht Kilometer Garn verarbeitet. Je nach Ausführung wird ein Strumpf bereits innerhalb von 4,5 Minuten gestrickt.

Es wird „flach“ gestrickt

Flachgestrickte Strümpfe werden im Vergleich dazu mit einer Flachstrickmaschine gefertigt. Bei gleichbleibender Maschengröße und Schussfadenspannung werden auf dem flachen Nadelbett die unterschiedlichen Umfänge durch die Veränderung der Nadelanzahl pro Reihe erzielt. So können auch stark abweichende Körperformen und -größen passgenau hergestellt werden.

OFA Bamberg trägt das Gütezeichen RAL

Durch die beständige Weiterentwicklung der Materialien, ist es der Industrie heute gelungen sehr feine und transparente Strümpfe herzustellen, ebenso wie verschiedene Modefarben einzuarbeiten. Dadurch sind medizinische Kompressionsstrümpfe von gewöhnlichen Strümpfe kaum noch zu unterscheiden, erfüllen aber ihren medizinischen Zweck.

Ihre Mindesthaltbarkeit bei regelmäßiger Verwendung beträgt sechs Monate. Die hohe Qualität und medizinische Wirksamkeit wird durch das RAL-Gütesiegel garantiert.

Stützstrümpfe und Thromboseprophylaxestrümpfe
gehören nicht zu den medizinischen Kompressionsstrümpfen.